10 Tipps für Minimalismus- Anfänger

Hallo ihr Lieben,

Heute möchte ich meine besten Tipps für Minimalismus-Anfänger mit euch teilen. Aller Anfang ist schwer und ich weiß noch, wie erschlagend es für mich war, als ich vor dem ersten Schrank stand, und diese Massen an Dingen vor mir sah.
Damit du es leichter hast und nicht gleich die Motivation verlierst, so wie ich, blätter dich einfach kurz durch die nächsten Tipps.

1. Mache einen Plan und setze dir ein Ziel.

Die beste Motivation ist es, zu wissen wofür man etwas tut. Denn wenn man ohne Plan und Ziel an eine Sache heran geht, dann sitzt man irgendwann vor diesem Schrank und schaut auf Pinterest niedliche Katzenvideos an (ich bin Meister darin).

Also schreibe dir dein Ziel auf. Und es ist erst einmal egal, was für ein Ziel es ist. Ob du einfach nur einen ordentlichen leereren Kleiderschrank möchtest, um am Morgen nicht mehr ewig nach einer passenden Kombi zu suchen.
Oder ob es ein tiefgründigeres und größeres Ziel ist, wie die komplette Wohnung zu entrümpeln, um mehr Zeit mit der Familie verbringen zu können und durch die Ordnung einen klaren Kopf und mehr Struktur zu bekommen. Komplett egal, hauptsache es passt zu dir und deinen Lebensumständen.

2. Gute Musik

Mit guter Musik räumt es sich einfach viel besser auf. Also los schmeiß deine Lieblings- Playlist an und schon fühlt es sich richtig gut an und die Motivation ist auf dem absoluten Hoch!

3. Starte mit einem Schrank

Wenn es deine erste Ausmistaktion seit langer, langer Zeit ist, dann starte mit einem Schrank, oder mit einem Regal. Es bringt nichts alles aus jedem Schrank zu räumen und dann vor einem absoluten Chaos zu stehen und nicht mehr zu wissen wo oben oder unten ist. Also arbeite dich von Schrank zu Schrank durch.

4. Vorher- Nachher- Bild

Mache ein Bild von deinem vollgestopftem Schrank bevor du ihn ausgemistet hast und eins wenn du fertig bist. Der Unterschied wird dich vom Hocker reißen und deine Motivation für den nächsten Schrank noch mehr steigern.
Auch erinnert dich dieses Nachher-Bild an deinen super organisierten Schrank, falls er doch wieder zumüllt, daran wie schön er mal war und bringt wieder einen neuen Ausmistscchub hervor.

5. Räume alles aus

Räume alles, wirklich ALLES aus dem Schrank und lasse nichts drin liegen. Die Sachen, die du darin liegen lässt, sind meistens die, die wirklich alt sind und weg können.

6. Stelle einen Eimer bereit

Stelle dir gleich einen Wassereimer und einen Lappen bereit, denn wenn der Schrank einmal leer ist, kann man ihn auch gleich nochmal mit putzen, damit die wirklich schönen Teile, die dir etwas bedeuten besser zur Geltung kommen.

7. Haufen

Mache dir 3 Haufen.
Der erste Haufen sind die Dinge, die definitiv bleiben, die du täglich benutzt und die dir wirklich wichtig sind.
Der zweite Haufen sind die Dinge die definitiv weg kommen, die alt oder kaputt sind, nicht mehr passen, oder seit Uromas Zeiten nicht mehr in Gebrauch waren. Wenn du ein bisschen Übung hast, oder einen ganz speziellen Sinn für Ordnung, kannst du diesen Haufen auch in kleinere teilen. Papier, Plastik, Restmüll, Ebay oder Secondhandladen, damit jedes Teil noch recycelt werden kann oder einen neuen Besitzer findet.
Der dritte Haufen sind die Dinge, bei denen du dir nicht sicher bist. Diese Gegenstände packst du erst einmal in eine Kiste, die du irgendwo verstaust, und immer wenn du etwas aus dieser Kiste holst ist es wieder "in der Band" und darf bleiben. Die anderen Dinge, die du nach 6 Monaten nicht gebraucht hast kannst du jetzt mit gutem Gewissen aussortieren.

8. Platzieren

Platziere deine Gegenstäde in dem Schrank so, dass du alles im Blick hast, sobald du die Tür öffnest. Somit kann nichts ganz hinten verschwinden. Die Kleidung hängst du auf und die Tupperdosen stapelst du so, dass du alle sehen kannst. Die T-Shirts legst du so zusammen, dass du alle im Blick hast, etc....

9. Ordnung halten

Jetzt kommt der schwierigste Teil des Minimalismus, und ich bin auch wirklich noch nicht gut darin, die geschaffene Ordnung zu erhalten. Aber ein paar Tipps hab ich für dich, auch wenn ich selbst noch lange nicht perfekt darin bin minimalistisch zu bleiben.
Immer wenn ein Teil neu in den Schrank aufgenommen wird, wird ein anderes dafür entsorgt. Das ist die goldene Regel, denn so behält der Schrank sein Volumen und platzt nicht wieder aus allen Nähten.
Und mittlerweile gehe ich auch mit dieser Regel im Kopf einkaufen, und immer wenn ich ein schönes Teil sehe, überlege ich erst, welches ich dafür raus schmeiße. Das ist wirklich nicht einfach, aber man bekommt einen neuen Blickwinkel auf sein eigenes Konsumverhalten.

10. Die Schätze

Wenn du Dinge besitzt, an denen du wirklich emotional hängst, dann stelle sie erst einmal zur Seite und nimm sie in den nächsten 1-2 Wochen immer wieder in die Hand, und überlege dir, warum gerade dieser Gegenstand solche Gefühle bei dir auslöst. Warum du gerade an diesem Teil so extrem hängst. Vielleicht war es ein Geschenk von einem lieben Menschen, oder es hat dich mal sehr viel Geld gekostet.
Am Ende wirst du fast immer feststellen, es sind nur die Erinnerungen an denen du hängst und nicht der Gegenstand selbst. Und es liegt allein an dir, ob du das Teil als Balast empfindest oder nicht. Ich persönlich besitze eine Erinnerungskiste, in die ich ein paar Sachen gelegt habe, die schöne Erinnerungen hervorrufen. Liebesbriefe, ein paar getrocknete Blütenblätter, Fotos, Postkarten, Muscheln. Vielleicht wäre das eine Option für dich, manche wirklich wichtigen Dinge zu behalten.

Extra Tipp:

Nimm es nicht zu Ernst. Minimalismus ist wirklich individuell und für jeden Menschen bedeutet es etwas anderes. Der eine findet es erleichternd nur 50 Dinge zu besitzen und somit die Freiheit zu haben um die Welt zu reisen. Der andere lebt in einem Tiny House auf 20qm und für dich ist es im ersten Schritt vielleicht einfach wichtig Ordnung in das Papierchaos auf dem Schreibtisch zu bringen, oder sich langsam Stück für Stück zu minimieren (ich erinner nochmal an die Ziele in Tipp 1).

Auch musst du dich nicht von Dingen trennen, die dir viel bedeuten. Wenn du sagst: Ich liebe meine Schallplatten und ich liebe wie sie in meinem Schrank stehen und ich höre sie jeden Abend und ich würde mich super schlecht fühlen, wenn ich sie weggeben müsste. Dann musst du das nicht.
Wende dich zuerst einem anderen Teil deiner Wohnung zu, und beginne dort zu entrümpeln.
Denn Minimalismus ist dafür da, dein Leben einfacher, aber auch lebenswerter zu machen und das sieht bei jedem ein wenig anders aus.
Und auch ich würde mich nicht als Minimalisten bezeichnen, denn ich habe noch nicht die perfekte Ordnung und Einfachheit gefunden.
Also kommt, und begleitet mich auf dieser spannenden Reise!

Bis nächste Woche und fröhliches Entrümpeln!

Deine Theresa





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