Wir sind hier! Wir sind laut! Weil ihr unsere Zukunft klaut!

Wir sind hier! Wir sind laut! Weil ihr unsere Zukunft klaut!

Kohle! Stop! Kohle! Stop! Kohle, Kohle, Kohle! Stop, Stop,Stop!

Hallo ihr Lieben,

diese beiden und weitere Parolen, konnte ich gestern auf meiner ersten Umwelt-Demo kennenlernen. Ich war in Zwickau bei Fridays for future und es war einfach ein großes Erlebnis. Es war so schön, mit anzusehen wie sich schon in diesem kleinen Ort, 700 Menschen aller Generationen für eine lebenswerte, nachhaltigere Zukunft eingesetzt haben. 
Aber nicht nur in unserem kleinen Ort gab es Proteste, weltweit wurde an über 1600 Orten gestreikt. Als besonderes Zeichen, wenige Tage vor den Europawahlen am Sonntag.
Doch wieso gehen diese jungen Menschen auf die Straße? Was wollen sie zeigen und was sind ihre Hoffnungen und Ängste?

In Zwickau in Sachsen habe ich mich unter das Volk gemischt und ein paar der jungen Leute einfach mal gefragt.
Als erstes stieß ich auf eine kleine Gruppe von Mädels die gerade ein Selfie gemacht hatten...

Wieso seid ihr hier? Was ist eure Motivation heute hier nach Zwickau zu kommen und bei Fridays for future teilzunehmen?

Wir wollen einfach etwas verändern. Es ist uns wichtig, dass wir mitreden dürfen und wir wollen auch ein Zeichen setzen, dass die Menschen in ihrem Alltag nachhaltiger leben.

Was sind eure größten Ängste, wenn ihr in die Zukunft schaut?

Es ist das Gesamtpaket. Dass Abholzung, Polschmelze und Treibhausgase zusammen kommen.

Versuch ihr schon in eurem Alltag nachhaltiger und umweltfreundlicher zu leben?

Ja, wir versuchen weniger Plastik zu benutzen. Wir zu Hause trennen den Müll sehr strikt. Wir verzichten darauf, uns oft neue Klamotten zu kaufen und verwenden Dinge mehrmals.


Vielen Dank an diese 4 Mädels, die schon so eine schönen Start gegeben haben.

Nach wenigen Minuten treffe ich auf noch eine Gruppe junger Frauen und schaue doch gleich mal, was sie so bewegt...

Wieso seid ihr hier? Was ist eure Motvation?

Es ist einfach die Wetterlage in Deutschland, an der man selbst schon merkt, dass irgendetwas mit dem Klima schief läuft.
Wir haben die meiste Angst vor aufkommenden Klimakatastrophen, die unter anderem noch schlimmer sein könnten, als das was wir jetzt schon erleben.
Wir hoffen möglichst viele Menschen zu erreichen, dass wir als Land die Schadstoffe in der Luft reduzieren können und Alternativen zu Plastik geschaffen werden.
Etwas zu ändern ist gerade sehr schwierig, denn wir leben ja noch bei unseren Eltern und haben nur begrenzt Einfluss. Aber ein paar unserer Freunde konnten wir schon mit diese Thema erreichen.

Vielen Dank auch an diese kleine Gruppe für eure Aufgeschlossenheit.

Ein paar Meter weiter, treffe ich auch schon einen guten Bekannten aus Schulzeiten und frage ihn auch gleich, ob er mir mehr darüber erzählen möchte, was ihn hier her führt...

Es ist meine erste Demo heute, und heute ist es besonders wichtig, denn gerade heute mit dem intenatioalen Streik kann man viele Leute erreichen. 
Es ist wichtig für mich, der Politik zu zeigen, dass wir jungen Menschen hier sind und ein Zeichen für Veränderungen setzen möchten. Ich hoffe sehr, dass wir die 1,5 Grad Grenze einhalten und die Braunkohle schon vor 2039 abschaffen, denn das größte Problem ist unsere CO2 Bilanz.
Ich hoffe die Politiker hören endlich auf die Wissenschaftler und wir gelangen nicht in den Strudel der Erwärmung.
Ich versuche schon selbst nachhaltig zu leben. Ich benutze eine Bambuszahnbürste, kaufe Second hand und suche immer weiter nach Möglichkeiten zu reduzieren und einfacher zu leben.
Ich konnte meine Familie schon super erreichen. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass meine Mutter aus der DDR stammt und somit ein anderes Mindset hat. Wir bauen zu Hause viel an und kaufen regionale Lebensmittel.

Vielen Dank!

Als fast letztes treffe ich noch 2 Mädchen mit Fahrrädern und ich habe sie mir auch gleich geschnappt!

Wieso seid ihr hier?

Es sind nicht nur die Menschen,die vom Klimawandel betroffen sind. Die ganze Welt braucht einen funktionierenden Planeten. Alle Lebewesen. Wir finden es super, wie sich unsere Generation einsetzt, um die Politik auf uns aufmerksam zu machen. Wir hoffen, dass fossile Brennstoffe verboten werden und dass viele kleine Taten zu einem großen Erfolg führen.
Wir selbst fahren viel mit dem Fahrrad wir sind auch von Schneeberg mit dem Fahrrad hier her gekommen (28km pro Strecke). Ich lebe vegetarisch, kaufe Second hand und mein Obst und Gemüse möglichst regional.
Wir haben Angst, dass noch mehr Arten aussterben und wir die Natur als Rückzugsort verlieren.

Auf der Heimfahrt traf ich noch 2 gute Freunde und auch sie waren interessiert daran, mir zu erzählen, was sie dazu bewegt für das Klima auf die Straße zu gehen.

Es war der erste international Streik für eine bessere Klimapolitik. Da muss man einfach hin. Wir hoffen etwas verändern zu können und dass die Politik nicht nur sagt, sie kümmern sich, sondern, dass sie auch handeln. Wir leben vegetarisch, beziehungsweise vegan, vermeiden Pastikflaschen und kaufen Bio. Wir versuchen auch unsere Familie davon zu überzeugen und bei unserer Mutter klappt es schon besser als bei Papa. Aber wir bleiben dran.

Vielen Dank an alle Leute, die sich mutig meinen Fragen gestellt haben und somit den Lesern hier zeigen konnten, wer diese jungen Menschen sind, die Freitags die Schule schwänzen. Was sie für Ziele und Hoffnungen für die Zukunft haben.

Ich persönlich finde es super, wie verschieden doch die Gründe sind, warum man sich für das Klima einsetzen sollte und wie sich diese Generation informiert hat, und auch in ihrem persönlichen Lebensstil für die Umwelt einsetzt. Ich möchte euch allen für diese vielen, wichtigen und friedlichen Demos gestern danken und hoffe wir konnten gemeinsam ein Zeichen setzen.

Nächste Woche gehe ich hier noch ein wenig mehr auf Nachhaltigkeit ein und was für Wege es gibt, um Nachhaltigkeit alltagstauglich zu machen. Also schaut vorbei und zeigt den Menschen in eurer Umgebung, dass die Natur nicht egal ist.

Ich wünsche euch noch ein schönes Restwochenende!

Liebe Grüße

Theresa

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